Der alte Mann und das Meer

Nach Guernsey zu ziehen sieht mir weiterhin wie eine gute Idee aus.

Zwischen Röntgenaufnahmen von Zähnen mache ich nachwievor Lichtbilder von Schiffen. Sehr gern mit caspar-david-friedriger Bildaufteilung:

Gestern war die “MS Deutschland” hier, und ich konnte ein Foto arrangieren, in dem mein Wohnhaus und das ZDF-Traumschiff gleichzeitig zu sehen sind; das war bislang bei keinem vorangegangenen Wohnort machbar. Als Insel-Äquivalent eines Trainspotters habe ich mir inzwischen eine Liste besorgt, in der alle erwarteten Kreuzfahrtschiffe und ihre Verweildauer im Hafen von St Peter Port verzeichnet sind. Deshalb ist mir aufgefallen, dass das Traumschiff viel früher als im Programm vorgesehen abgehauen ist; ich nehme an, ein gutaussehender aber totkranker Passagier hatte gerade herausgefunden, dass er bei der Geburt vertauscht worden ist und deshalb vielleicht doch nicht sterben muss wenn sich das Ganze nur bis 20.15 Uhr aufklären würde, deshalb die Eile.

In meiner neuen Praxis hatte man eingesehen, dass ich nicht arbeiten kann wenn hier alles so schön ist und hat am vergangenen Freitag einen Team-Ausflug an den Strand unternommen. Ich hätte natürlich wissen müssen, dass ich dabei Frisbees und Strandbälle souverän werfen und fangen können müsste (Fail).

Fotos ohne Schiffe sehen übrigens so aus:

La Isla Bonita

Wirklich, das ist jedesmal ein anderes Schiff.

Mir gefällt es hier sehr gut. Aber man muss sich natürlich immer ganz realistisch fragen, wo der Haken ist. In Guernsey’s Falle ist mir jetzt aufgefallen, dass sie öfter mal das Wasser ablassen (Es soll da aber einen genauen Zeitplan geben).

Silver Magic Ships You Carry

Es rächt sich mein wiederholtes Gähnen von damals, als der seefahrende Vater mit Fotos von Schiffen, Sonnenuntergängen und Möwen heimgekehrt war. Solche Motive sehe ich nun mit allen Maschinen und voller Kraft voraus auf diese Website zukommen.

Er hier hat heute morgen mit seinem Nebelhorn auf sich aufmerksam gemacht, damit ich ihn direkt aus dem Bett fotografieren möge. Ich nehme an, die Fotoqualität lässt sich im Laufe meines Inseldaseins noch steigern (Aber mögen immer Möwen durch das Bild fliegen!).

Move It On Over

So oder so ähnlich hat er ausgesehen, mein heute endgültig abgeschlossener Umzug vom Alaska House (rechts) auf die Insel mit den braunen Kühen (links) vorbei an Durdle Door, Johnny Cash und einer tonganischen Tänzerin, ach ja, und einem Vulkan! Einziges Umzugsgut ist 0.7l Jack Daniel’s in der Satteltasche. Fragensenich. Feststeht, dass man sich noch einmal mehr und dankbarer nach rechts umdreht, wenn man dort so nette Bilder gemalt und geschenkt bekommt!

Jetzt dann to the sea!

My Palindrome Is My Castle

Und hier isses, das Palindrom zum Doppelgeburtstag: Der eine ist ’43 geboren und wurde 70, der andere ist ’70 geboren und wurde 43. Zum Glück ist das jemandem aufgefallen; hätte mich geärgert, wenn wir das mit ein paar Jahren Verzögerung bemerkt hätten.

Als Austragungsort fand sich passenderweise ein feste Burg, wo die Muttersprache erfunden wurde:

Und ausser einem Reformator spielten noch ein Kantor und ein Zahnarzt eine wichtige Rolle am Gelingen der Festivitäten.